©Kay Leutner

19. November 2017
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Was ist "Integrierte Versorgung" mit Anthroposophischer Medizin?

Integrierte Versorgung ist eine "sektorenübergreifende" Versorgungsform im deutschen Gesundheitswesen. Sie fordert und fördert eine bessere Vernetzung stationärer und ambulanter Leistungen ärztlicher und nichtärztlicher Therapeuten mit dem Ziel die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheitskosten zu senken.

Verträge zur Integrierten Versorgung mit Anthroposophischer Medizin sind ab 2006 in Kraft. Voraussetzungen sind der erfolgreiche Abschluss des Modellprojekts Anthroposophic Medicine Outcomes Study (AMOS)1 und ein höchstrichterliches Urteil des Bundessozialgerichts vom 22.03.2005 (Az: B 1 A 1/03 R), das den Gesetzlichen Krankenkassen erlaubt, die Kosten für die Heilmittel der besonderen Therapierichtung Anthroposophische Medizin zu übernehmen.

Für die teilnehmenden Patienten heißt dies, dass sie alle Leistungen im vertraglichen Rahmen als Sachleistungen über ihre Versichertenkarte erhalten.

Welche Leistungen sind enthalten und welche Therapeuten können an der Integrierten Versorgung mit Anthroposophischer Medizin teilnehmen?

Vertragsleistungen sind die in AMOS evaluierten Methoden der:

  • Vertragsärztlichen Versorgung mit Anthroposophischer Medizin
  • Anthroposophischen Kunsttherapie (BVAKT)®
  • Heileurythmie (BVHE)®
  • Rhythmischen Massage und Bewegungsbäder (BVRM)

 

Die genannten Heilmittel können nur von speziell ausgebildeten Therapeuten auf ärztliche Anordnung erbracht werden. Die Eignung der Therapeuten und der Nachweis der erforderlichen Ausbildung und Fortbildung werden durch die jeweiligen Berufsverbände überprüft und garantiert.




1 Weiterführende Informationen zur Anthroposophic Medicine Outcomes Study (AMOS) finden Sie in der Leitlinie und auf der Webseite des Instituts für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie (IFAEMM) e.V..